Die Ausbildung am Studienseminar Meppen

Gliederung der Ausbildung

Die Ausbildung am Studienseminar Meppen ist in sechs Quartale von jeweils drei Monaten untergliedert. Durchschnittlich unterrichtet jeder Referendar 10 Stunden wöchentlich (s. Ausbildungsplan).

Unterricht

Für den von den Referendaren zu erteilenden Ausbildungsunterricht werden zwei Formen unterschieden: Unterricht in eigener Verantwortung (UieV) und Unterricht unter Anleitung von Fachlehrern (AU).
Im UieV ist der Referendar als allein verantwortlicher Fachlehrer eingesetzt; er konzipiert Unterricht und bewertet Schülerleistungen eigenständig. Der UieV beginnt bereits mit dem 1. Quartal und umfasst etwa 6 Stunden wöchentlich. Im Allgemeinen übernimmt der Referendar eine Klasse im UieV über mehrere Quartale.
Beim AU wird der Referendar durch einen Fachlehrer im Unterricht betreut. In der Regel wird der Unterricht nach einer Hospitationsphase vom Referendar übernommen und in Anwesenheit des Fachlehrers erteilt. Lerngruppe und Fachlehrer werden nach jedem Quartal gewechselt.
Zu Beginn eines jeden Quartals stellt sich der Referendar seinen Stundenplan (mit Ausnahme des UieV) selbst zusammen.

Beratung im Unterricht

Sowohl im AU als auch im UieV üben Seminarleitung und die Fachleiter beratende Funktion aus. Im AU steht zusätzlich der jeweilige Fachlehrer dem Referendar beratend zur Seite. Dieses gilt sowohl für didaktische als auch für methodische Fragestellungen. Im UieV kann sich der Referendar neben den Ausbildern des Seminars an die Kollegen der Schule, den Fachobmann sowie den Klassenlehrer wenden.

Unterrichtsbesuche und Lehrproben

In der Regel finden pro Quartal je zwei bis drei Unterrichtsbesuche durch die beiden Fachleiter und etwa ein Besuch durch die Seminarleitung statt.
Während der gesamten Ausbildung hat der Referendar (abgesehen von den 2 Prüfungsstunden) 3 Lehrproben zu absolvieren. Diese sind unterteilt in eine Übungslehrprobe in einem Fach seiner Wahl und je eine Lehrprobe pro Unterrichtsfach. Es muss eine der beiden Lehrproben in der Mittelstufe und eine in der Oberstufe durchgeführt werden. Bei den Lehrproben sind der Fachleiter, die Seminarleitung sowie die Schulleitung zugegen.
Die Unterrichtsbesuche und Lehrproben werden ausführlich besprochen, aber nicht benotet. Zwischen dem 8. und dem 10. Ausbildungsmonat erfolgt ein Gespräch zum Ausbildungsstand.

Seminare

Die allgemeinpädagogische Sitzung findet wöchentlich mittwochnachmittags statt. Die Fachseminare werden im Wechsel 14-täglich abgehalten.

Ausbildungsplan

 

Quartal

Wochenstunden

Lehrproben

Schriftliche Arbeit

I

10

 

 

II

10

Übungslehrprobe

 

III

10

1. Lehrprobe

 

IV

10

2. Lehrprobe

Abgabe der Schriftlichen Arbeit

V

10

 

 

VI

10

Prüfungsunterricht I + II

und Mündliche Prüfung

 

Staatsprüfung

Die Note der Staatsprüfung setzt sich aus vier Teilen zusammen:

  • Ausbildungsnote (ergibt sich aus den bisherigen Leistungen inkl. Schriftlicher Arbeit)
  • Prüfungsunterricht I
  • Prüfungsunterricht II
  • Mündliche Prüfung

Erste Tage

Die Referendarausbildung im Studienseminar Meppen beginnt mit der Aushändigung der Ernennungsurkunde und der Vereidigung. In den darauf folgenden Tagen werden grundsätzliche Fragen zur Ausbildung, zur Unterrichtsorganisation sowie zum Beamtenrecht geklärt. In dieser Einführungsphase finden auch die einführenden Fachsitzungen statt. Anschließend folgt die Vorstellung der Referendare an den Ausbildungsschulen. In der Regel wird von den Schulen für die ersten Tage ein Stundenplan vorbereitet, wobei die Referendare jeweils einen Schultag lang eine Klasse begleiten. Erst danach stellt sich der Referendar seinen Stundenplan für das erste Quartal in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern zusammen. Der Unterricht in eigener Verantwortung beginnt direkt. Die Lage der Stunden wird von der Schule rechtzeitig bekannt gegeben.

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 17.08.2016
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