Aktuelle Termine und Veranstaltungen am Studienseminar Meppen

 

Das Rhetorikseminar für angemeldete Referendare/innen findet an den folgenden drei Samstagen, jeweils von 10:00-14:00 Uhr, statt: 13.08.16, 20.08.16, 03.09.16.

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Die Emslandbereisung für die Kurse 96 und 97 findet statt am Mittwoch, 07.09.16.

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Hoher Besuch im Studienseminar Meppen:

Bischof Dr. Franz-Josef Bode besucht am 17.08.2016

das Fachseminar Katholische Religion

Zum mittlerweile dritten Mal in seiner Amtszeit hat der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode das Studienseminar Meppen für das Lehramt an Gymnasien besucht, um mit den angehenden Religionslehrkräften ins Gespräch zu kommen. Zu dem Erfahrungsaustausch eingeladen hatte das Meppener Fachseminar katholische Religion auch die Referendarinnen und Referendare für katholische Religion des Studienseminars Osnabrück.

In ihrer Begrüßung wertete Oberstudiendirektorin Irmgard Pöling den Besuch des Bischofs, der vom Leiter der Schulabteilung im Bistum Osnabrück, Dr. Winfried Verburg, begleitet wurde, „als großes Zeichen der Wertschätzung für die angehenden Lehrkräfte“. Angesichts einer rückläufigen religiösen Sozialisation der Kinder und Jugendlichen seien diese, so die Seminarleiterin, vor beträchtliche Herausforderungen gestellt.

Dass die Wirkung des Religionsunterrichts entgegen manch pessimistischer Einschätzung wohl doch vorhanden ist, wurde schon während der Vorstellungsrunde deutlich. Mit Interesse nahm Bischof Dr. Bode zur Kenntnis, dass neben der religiösen Sozialisation in der Familie und Gemeinde auch der Religionsunterricht vielfach zur Entscheidung für ein Theologiestudium beigetragen habe.

Im Religionsunterricht, so der Bischof, gehe es um die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und damit um „die lebendige Verknüpfung von Lebensfragen und Glauben.“ Es gelte, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebensweg zu begleiten und sie dabei auch am eigenen Glauben teilhaben zu lassen. Gerade die persönliche Begegnung sei „für die Schülerinnen und Schüler animierend“ und deshalb von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Allerdings, so räumte Bischof Dr. Bode ein, bestehe die Crux darin, dass eine mangelnde religiöse Sozialisation nicht durch den Religionsunterricht kompensiert werden könne. Ohnehin sei dieser nicht „der verlängerte Arm der Kirche“, sein vornehmstes Ziel ebenso wenig die Gewinnung von aktiven Kirchenmitgliedern, aber ohne lebenspraktischen Bezug bleibe der Religionsunterricht eben doch nur Informationsvermittlung. Daher sei die Persönlichkeit der Religionslehrerinnen und -lehrer von entscheidender Bedeutung. Folglich gelte es, sich immer wieder mit der eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen, betonte der Bischof. In diesem Zusammenhang ermunterte Dr. Verburg die Anwesenden, diesbezügliche Wünsche und Vorschläge dem Bistum mitzuteilen.

Zum Gelingen des Religionsunterrichts trage auch der Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bei. Weniger durch eine „anbiedernde Sprache“ als vielmehr durch die Einladung kirchlicher Mitarbeiter in den Religionsunterricht, den Besuch kirchlicher Einrichtungen oder die Kooperation mit kirchlichen Verbänden im Rahmen des Nachmittagsunterrichts könnte dieser hergestellt werden; auch biete das Bistum für Religionslehrkräfte an staatlichen Schulen schulpastorale Fortbildungen an, um Religionslehrerinnen und –lehrer zu ermutigen, als Christen zu einem gelungenen Schulleben beizutragen. Einem Modell, das die Katechese ausschließlich in die Gemeinde verlagere und den Religionsunterricht damit zur reinen Religionskunde degradiere, erteilte der Bischof folglich eine ebenso klare Absage wie einer „zu starken Konfessionalität des Religionsunterrichts.“ Die Frage, wie man die „gemeinschafts- und friedensstiftende Funktion von Religion vermitteln“ könne, sei eine die Christen allgemein betreffende. Im kommenden Monat würde sich die Deutsche Bischofskonferenz eingehend mit dem Thema des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts beschäftigen. Überdies gewinne der interreligiöse Dialog immer mehr an Bedeutung, erklärte Bischof Dr. Bode, der auch bioethischen Problemstellungen eine immer größer werdende Relevanz beimaß.

Der Bischof ging in dem Gespräch auch auf den Religionsunterricht übergreifende Themen ein. So dürfe die Frage nach dem Diakonat der Frau nicht allein unter Hinweis auf die Vergangenheit beantwortet werden. Der Bischof begrüßte die von Papst Franziskus angestoßene diesbezügliche Diskussion, wandte sich aber dagegen, das derzeitige Diakonenamt einfach auf Frauen zu übertragen. Die Frage nach der Diakoninnenweihe sei nicht abzukoppeln von der nach dem Frauenpriestertum. Der Bischof plädierte vielmehr dafür, Frauen noch mehr Verantwortung in der Kirche zu übertragen und sie verstärkt in Grundentscheidungen einzubeziehen.

 

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25 Referendare/innen werden in der Zeit vom 23. – 26.10.2016 die Chance haben, im Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr (ehemals: Akademie für Information und Kommunikation) in Strausberg das Planspiel Pol&IS zu erproben.

 

Ältere Termine und Veranstaltungen:

 

Mit Alltagsvorstellungen Biologie lernen und lehren

Der renommierte Biologiedidaktiker Prof. Dr. Kattmann (Oldenburg) referierte im Studienseminar Meppen zu aktuellen Fragen des Lernens und Lehrens im Fach Biologie. Sein Credo: Lernende für mögliche Fehlvorstellungen biologischer Zusammenhänge in ihrem Alltagswissen sensibilisieren und begriffliches Umlernen anstoßen.

Zur 24. Akademieveranstaltung des Studienseminars Meppen in Kooperation mit der VME-Stiftung Osnabrück-Emsland begrüßte Oberstudiendirektorin Irmgard Pöling, die Leiterin des Seminars, am 8. Juni 2016 Herrn Professor Kattmann, bis 2004 Hochschullehrer an der Universität Oldenburg und lange Zeit wichtiger Impulsgeber der fachdidaktischen Diskussion in der Biologie. In den voll besetzten Räumlichkeiten des Studienseminars erläuterte Herr Kattmann, dass das biologische Alltagswissen von Schülerinnen und Schülern vielfach durchsetzt sei mit Fehlvorstellungen, die es als solche zu erkennen und auf die es angemessen zu reagieren gelte. Es seien Sätze wie „Pflanzen atmen Kohlenstoffdioxid ein und Sauerstoff aus“, „Arten passen sich ihrer Umwelt an“ oder „Energie wird verbraucht“, die von Schülerinnen und Schülern geäußert und von Lehrkräften korrigiert werden müssten. Selbst in Schulbüchern fänden sich derartige Alltagsvorstellungen, wie „Merkmale werden vererbt“, „Biologische Oxidation ist eine langsame Verbrennung von Nährstoffen“ oder „Pflanzen produzieren den Sauerstoff für die Atmung von Tieren und Menschen“, die einer fachlichen Klärung bedürften.

Für den schulalltäglichen Umgang mit solchen (Fehl-) Vorstellungen empfahl Prof. Kattmann den angehenden Gymnasiallehrkräften, einer korrekten Fachsprache und begrifflicher Reflexion den notwendigen Raum zu geben: Begriffliches Umlernen (conceptual reconstruction) sei ein sinnvoller Weg, um Alltagsvorstellungen biologischer Zusammenhänge effektiv zu reflektieren.

Gerade in der Schulung einer stetigen Prüfung des eigenen Alltagswissens – nicht nur über biologische Zusammenhänge – und in der Bereitschaft, dieses gegebenenfalls auch zu korrigieren und zu präzisieren, liege eine vornehme Aufgabe von Unterricht.

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Im Rahmen des Projekts „Schule vor dem Infarkt – Brauchen wir eine andere schulische Bildung?“, das das Studienseminar Meppen und der Förderverein „Freundeskreis des Studienseminars Meppen“ gemeinsam durchführen, laden wir Sie und interessierte Lehrkräfte Ihres Gymnasiums herzlich zur zweiten Veranstaltung ein.

 Wir freuen uns, dass wir mit

 Herrn Prof. Dr. Martin Korte,

Technische Universität Braunschweig,

einen renommierten Hirnforscher als Referenten gewinnen konnten. Er ist Professor für Zelluläre Neurobiologie an der TU Braunschweig und geschäftsführender Leiter des Zoologischen Institutes. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Lern- und Gedächtnisforschung.

Herr Prof. Korte spricht zum Thema:

„Lernen lernen – Lehren lernen – Lernen fördern:

Anmerkungen eines Hirnforschers“

 

Zeit: Mittwoch, 04. November 2015, 15.00 – ca. 17.30 Uhr

Ort: Forum des BBZ Meppen, Nagelshof 79, 49716 Meppen

 

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Der Unterricht in unseren Schulen ist zunehmend in die Kritik geraten. „Schule vor dem Infarkt - Brauchen wir eine andere schulische Bildung?“ Diese Problemstellung treibt Lehrkräfte, Eltern, Schüler und auch Politiker in Niedersachsen um. Das Studienseminar Meppen und der Förderverein „Freundeskreis des Studienseminars Meppen“ greifen diesen Themenkreis in einem Projekt, das sich über die kommenden zwei Jahre erstrecken wird, auf und suchen nach Antworten.

Wir freuen uns, dass für die Auftaktveranstaltung Herr OStD Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, ein ausgewiesener Kenner der Materie, gewonnen werden konnte.

Er wird seine Vorstellungen zum Thema

Gymnasiale Bildung

darlegen und in einen Gedankenaustausch mit uns eintreten.

Zeit: 03. Juni 2015, 15.00 – ca. 18.00 Uhr

Ort: Forum der BBS Meppen, Nagelshof 79, Meppen

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Die Ausbilder/innen des Studienseminars Meppen entwickelten in den vergangenen Monaten für die jeweiligen Aufgabenfelder Empfehlungen zur Reflexion von Unterrichtsstunden, die Ende Oktober sowohl den Referendaren/innen als auch den Fachlehrkräften der Ausbildungsgymnasien zur Verfügung gestellt wurden.

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16 der zum 01.09.2014 neu in das Studienseminar eingetretenen Referendare/innen nahmen erfolgreich am Rhetorik-Seminar des Studienseminars teil.

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25 Referendare/innen werden in der Zeit vom 7. – 10.12.2014 die Chance haben, in der Akademie für Information und Kommunikation in Strausberg das Planspiel Pol&IS zu erproben.

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Voraussichtlich wird den Referendaren/innen auch im kommenden Jahr, und zwar am 25.02.2015, die Möglichkeit geboten, die Bildungsmesse didacta zu besuchen, die turnusgemäß in Hannover stattfindet.

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Die alljährliche Akademieveranstaltung des Studienseminars findet am 15.04.2015 statt. Prof. Dr. Holger Weitzel, Pädagogische Hochschule Weingarten, spricht zum Thema „Mobiles Lernen“.

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In der Zeit vom 26. – 29.04.2015 kann in Berlin wiederum ein Seminar zur politischen Bildung für interessierte Referendare/innen angeboten werden.